Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte, damit ein Unternehmen für Mitarbeiter*innen und Kund*innen attraktiv wird und bleibt?

Neueste Studien zeigen, wie sehr Führungsqualität einen Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit, Unternehmensbindung und den Leistungswillen hat. Unter dem Begriff „Future Leadership“, wird die Führungsqualität der Zukunft beschrieben.

Prinzipien von Future Leadership:

  • Vertrauen vorleben statt Kontrolle bewahren
  • bekannte „Autobahnen“ überprüfen und neue Wege ausprobieren
  • Agilität und Co-Kreativität fördern statt Kommando und Druck ausüben
  • mehr transformational und weniger transaktional führen
  • Werte und Sinn wichtiger als Ordnung und Effizienz gewichten

Soweit, so gut – doch wir alle wurden durch die Corona-Krise mit unseren „alten“ Handlungsmustern und der Sehnsucht nach Sicherheit konfrontiert. Klarheit und Entschiedenheit durch die Führung sind gefragt und werden erwartet. Doch beides führt nur dann nachhaltig zu Vertrauen und Sicherheit, wenn die Verbundenheit mit den Menschen nicht dabei verloren geht – und die Führungskraft auch weiter eine Verbundenheit mit sich selbst hat und anderen zeigt.

Future Leadership erfordert von Führungskräften mehr Empathiefähigkeit, also das „Abholen“ der Menschen dort, wo sie sich emotional gerade befinden. Der Glaube an und das Predigen von „neuen“ Methoden hilft dagegen nicht, um Menschen zu inspirieren und in die Eigenverantwortung zu führen.

Für dieses Mehr an Empathiefähigkeit hilft die Selbstreflexion. Zum einen können Führungskräfte die letzten Wochen nutzen, auszuloten, wann sie sich wo im Komfortzonenmodell befunden haben (Angstzone, Veränderungszone, Entwicklungszone). Zum anderen ist der Blick auf die Mitarbeiter*innen in Bezug auf das Komfortzonenmodell wichtig. Denn um Mitarbeiter*innen erreichen zu können und in die Veränderungs- und Entwicklungszone zu führen, muss die Führungskraft sie empathisch in der Angstzone abholen und sich auch selbst in ihrer Angstzone begegnet sein. Wenn sie diese Chance verpasst, landet sie schnell in der Gefahrenzone, in der z.B. der Kontakt zu sich und ihren Mitarbeiter*innen nur noch funktional stattfindet, und Burnout, Distanz und (innere) Kündigung droht.

Der Nutzen für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen daraus ist, dass Vertrauen und wertschätzende Autonomie im Miteinander entstehen kann – ein fruchtbarer Boden für gemeinsames, mutiges Anpacken auch in herausfordernden Situationen in den kommenden Wochen. Der erste Schritt in Richtung „Future Leadership“.

Eine prägnante Anleitung, wie Sie leicht herausfinden, wann Sie und Ihre Mitarbeiter*innen sich in welcher der Zonen befinden, schicken wir Ihnen gerne zu. Registrieren Sie sich bitte hier.